Offener Brief des Bürger Bündnis Bautzen (BBB) e.V.

Offener Brief des BürgerBündnisBautzen (BBB) e.V.

Sächsische Zeitung

Chefredakteur Uwe Vetterick

Ostra Allee 20

01067 Dresden                                                                                 Bautzen, den 24.04.2019

Dreiteilige Artikelreihe „Bautzens wirre Welt“ von Ulrich Wolf

Sehr geehrter Herr Vetterich,

die in der Sächsischen Zeitung erschienene Artikelreihe „Bautzens wirre Welt“ von Herrn Ulrich Wolf haben wir mit Erstaunen und Entsetzen zur Kenntnis genommen.

Mit Erstaunen deswegen, weil viele der geschilderten Sachverhalte auf eine Weise interpretiert und argumentativ verkettet worden sind, dass man sich fragen muss, wer hier eigentlich der Verschwörungstheoretiker ist. Vermeintliche Fakten werden verdreht und derart zu einem Bild zusammengefügt, das dem Leser nur eine Schlussfolgerung erlauben soll – nämlich, dass er in einer Stadt lebt, in dem nur „Rechte“, „geistig Verwirrte“ und „intellektuelle Irrlichter“ unterwegs sind und die ein Hort antidemokratischer und antistaatlicher Agitation ist.

Und das bringt uns dann zum Entsetzen. Denn, wer derart berichtet und auch der, der solche Berichte in seinem Blatt zulässt, schadet damit dem Ansehen der Stadt Bautzen und der Wirtschafsregion Ostsachsen, die ohnehin einen starken Strukturwandel mit entsprechenden gesellschaftlichen Verwerfungen erlebt. In der besagten Artikelreihe, die nur die Spitze des Eisberges einer einseitigen und hochtendenziösen Berichterstattung ist, werden besonders aktive und engagierte Bürger der Stadtgesellschaft diffamiert und in der Öffentlichkeit vorgeführt. Große Arbeitgeber und Mäzene, lokale Unternehmer, politisch Aktive und Menschen, die sich Gedanken machen über die Welt, in wir leben, sollen zum Gespött gemacht und öffentlich vorgeführt werden, vor allem, um die anstehenden Kommunalwahlen in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen. Was die SZ betreibt, ist keineswegs objektiver Journalismus oder neutrale Recherche im Sinne einer sachlichen Information, sondern vielmehr Teil einer Kampagne, um bestimmte Meinungen zu unterdrücken. Die SZ macht sich damit zum politischen Akteur, ja zum Agitator.

Ein Stück weit müssen Menschen, die sich selbst in die Öffentlichkeit begeben, sei es als Organisator politischer Veranstalter, als Kommunalpolitiker, als Repräsentant kirchlicher oder gesellschaftlicher Gremien oder Institutionen oder als engagierter Unternehmer, damit leben, dass sie auch Teil einer negativen öffentlichen Darstellung werden. Das ist Teil genau der Demokratie, für die wir einstehen und die wir in unserem Handeln zu verteidigen versuchen. Es gibt kein Recht auf positive Presse. Aber es gibt ein Recht auf die Wahrheit, die hier massiv verdreht wird. Es muss und darf Meinungen abseits des links-grünen politischen Spektrums geben. Auch wirtschaftsliberale, wertkonservative und selbst national- und lokal-patriotische Kräfte müssen die Chance haben, sich am politischen Diskurs zu beteiligen, ohne anschließend die Etiketten „rechts“, „Verschwörungstheoretiker“ oder „Fanatiker“ angehängt zu bekommen. Es ist genau diese Einseitigkeit im öffentlichen Diskurs, der uns Sorgen macht und der uns bewegt, uns für die Stadt und die Region zu engagieren – mit Erfolg.

Die tendenziöse Berichterstattung der SZ schadet der Stadt und dem Wirtschaftsstandort Bautzen. Sie schadet einer demokratischen Bürgergesellschaft, der politischen Pluralität und der gesellschaftlichen Meinungsvielfalt. Sie verhindert, dass sich Investoren finden, die hier beheimatete Unternehmen fördern und entwickeln. Sie verhindert, dass Leistungsträger in die Region ziehen. Und sie verhindert, dass das Land Sachsen insgesamt als das wahrgenommen wird, was es ist: ein buntes Land mit viel Innovationskraft, Erfindergeist und tollen Menschen. Berichte dieser Art schaden dem Image des Landes Sachsen und den hier lebenden Menschen. Dagegen wehren wir uns. Das werden wir auch weiterhin tun – mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln.

Wir sind uns dabei sicher, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und der Region nicht manipulieren lassen und einzuordnen wissen, wer sich für ihre Interessen einsetzt und wer nicht.

Mit freundlichen Grüßen die Mitglieder des BürgerBündnisBautzen (BBB) e.V.

Steffen Tech                          Karin Kluge                                        Ilona Scharf

Carsten Hauptmann               Karl-Heinz Lehmann

Andreas Eisermann               Jörg Drews

David Vandeven                    Stephan Juros

Dr. Lutz Peuckert                   Dr. Christian Haase

Undine Wowtscherk               Utta Winzer

Thomas Kluge                        Andreas Blumenstein

Jörg Krenz                              Torsten Zentsch                    

Carsten Natschke                  Helmar Brauer

5 Kommentare zu „Offener Brief des Bürger Bündnis Bautzen (BBB) e.V.

  1. Gefällt mir sehr gut und findet meine volle Unterstützung darüber hinaus spiegelt dieser Artikel das Denken von Bürgern die weder rechts noch links eingestuft werden wollen sondern nur an die Werte unserer Gesellschaft festhalten sehr gern eine bunte Gesellschaft mit Achtung und Respekt

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  2. Euer Brief bringt die panische Angst der Grünbunten Realitätsverweigerer toll auf den Punkt.
    Danke dafür
    Ich teile den offenen Brief
    an die nicht unerhebliche Zahl
    meiner gleichgesinnten Freunde, allesamt keine Nazis

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  3. Ich habe das glück das die vorherschenden manipulationen und lügen der z.Z noch amtierenden politiker wiederkäuende wurschblatt schon vor jahren abbestellt zu haben.dieser schreiberling und relotius gehen in richtung 3.reich göbbels,verdrehen+erfinden

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  4. Das ist genau meine Meinung.
    Doch die Realität lehrt uns was anderes, denn welche Presse wird heute nicht vom Staat aufgefordert, die Wahrheit so darzustellen, dass es nur in deren Richtung geht, egal ob eine Region daran zugrunde geht oder nicht.
    Ich glaube, die wollen uns zur Selbstvernichtung vorführen, ohne jegliche Rücksicht auf die Bürger von vielen Landkreisen, wird die Pressefreiheit mit Füßen getreten.

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